Mehr Lohn für Brandenburger und Berliner

unser-oderspree.de vom 05.01.2012 10:25
Mehr Lohn für Brandenburger



Potsdam - Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, hat sich der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst einschließlich Sonderzahlungen im Land Brandenburg im 3. Quartal 2011 gegenüber dem 3. Quartal 2010 um 2,7 Prozent erhöht. Die Verbraucherpreise stiegen in diesem Zeitraum um 2,2 Prozent und damit um 0,5 Prozentpunkte weniger als die Verdienste. Während sich die jährliche Veränderungsrate der Verbraucherpreise aber auch im 3. Quartal 2011 weiter erhöhte, hat sich der Anstieg
der Bruttomonatsverdienste wieder abgeschwächt (1. Quartal +2,7 Prozent; 2. Quartal 2011: +3,0 Prozent). Im Durchschnitt erhielten die Arbeitnehmer (Vollzeit, Teilzeit, geringfügig beschäftigt) einschließlich Sonderzahlungen im 3. Quartal 2011 monatlich 2373 EUR, wobei im Produzierenden Gewerbe (2528 EUR) mehr als im Dienstleistungsbereich
(2317 EUR) verdient wurde, die Veränderung gegenüber dem Vorjahresquartal mit +2,4 Prozent jedoch leicht unter den +2,7 Prozent im Dienstleistungsbereich blieb.

Ein Teil des Verdienstanstiegs im 3. Quartal war auf den Rückgang der Kurzarbeit zurück zuführen. Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer erhielten im 3. Quartal 2011 im Schnitt monatlich 2817 EUR. Das sind 3,0 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst im Produzierenden Gewerbe lag mit 2680 EUR unter dem im Dienstleistungsbereich (2889 EUR) und blieb auch mit einer Veränderung von +2,9 Prozent etwas hinter der im Dienstleistungsbereich (+3,1 Prozent) zurück. Die wöchentliche Arbeitszeit sank von September 2010 bis September 2011 um 0,1 Prozent auf 39,7 Stunden.

Je nach Qualifikation schwankten die Verdienste jedoch erheblich. So betrug der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst der leitenden Angestellten (9,6 Prozent der Arbeitnehmer) 5508 EUR und lag bald doppelt so hoch wie der Durchschnittsverdienst aller vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer. Als durchschnittlicher Bruttomonatsverdienst für Spezialisten und Meister (22,2 Prozent der Arbeitnehmer) wurden 3388 EUR ermittelt und damit ebenfalls deutlich mehr als der Durchschnittsverdienst
aller Vollzeitbeschäftigten. Dagegen erhielten Facharbeiter durchschnittlich 2389 EUR (50,4 Prozent der Arbeitnehmer), angelernte Arbeitnehmer 1882 EUR (13,9 Prozent der Arbeitnehmer) und ungelernte Arbeitnehmer 1754 EUR (3,8 Prozent der Arbeitnehmer) und damit mehr als zwei Drittel aller Vollzeitbeschäftigten deutlich weniger als den Durchschnittsverdienst. Teilzeitbeschäftigte verdienten im 3. Quartal 2011 durchschnittlich 1699 EUR brutto im Monat. Das sind 0,2 Prozent weniger als im Vorjahresquartal bei gleich bleibender wöchentlicher Arbeitszeit von 28,8 Stunden.

Bruttomonatsverdienst 3. Quartal 2011 einschließlich
Sonderzahlungen in Brandenburg in EUR
Vollzeit, Teilzeit, geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer
insgesamt 2373
Produzierendes Gewerbe 2528
Dienstleistungsbereich 2317

Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer
insgesamt 2817
Produzierendes Gewerbe 2680
Dienstleistungsbereich 2889

Männer 2852
Frauen 2758

Teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer
insgesamt 1699
Männer 1628


Frauen 1712


Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, hat sich der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst einschließlich Sonderzahlungen in Berlin im 3. Quartal 2011
gegenüber dem 3. Quartal 2010 um 4,2 Prozent erhöht. Die Verbraucherpreise stiegen in diesem Zeitraum um 2,5 Prozent und damit um 1,7 Prozentpunkte weniger als die Verdienste.

Da die Veränderungsrate im 1 Quartal 2011 noch bei 3,3 Prozent und im 2. Quartal bei 3,5 Prozent lag, bedeutet dies gleichzeitig, dass sich der Verdienstanstieg im 3. Quartal verstärkt hat. Im Durchschnitt erhielten die Arbeitnehmer (Vollzeit, Teilzeit, geringfügig beschäftigt) in Berlin einschließlich Sonderzahlungen im 3. Quartal 2011 monatlich 2774 EUR, wobei im Produzierenden Gewerbe (3486 EUR; +5,7 Prozent) deutlich mehr als im Dienstleistungsbereich (2655 EUR; +3,7 Prozent) verdient wurde. Ein Teil des Anstiegs
resultiert aus dem Rückgang der Kurzarbeit. Die deutlich höhere Steigerungsrate im Produzierenden Gewerbe hat ihre Ursache darin, dass der Dienstleistungsbereich nicht so stark von Kurzarbeit betroffen war.

Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer erhielten im Durchschnitt im 3. Quartal 2011 monatlich 3423 EUR. Das sind 4,0 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst im Produzierenden Gewerbe lag bei 3703 EUR und stieg mit +5,8 Prozent stärker als im Dienstleistungsbereich mit +3,5 Prozent und 3358 EUR im Monat. Auch die wöchentliche Arbeitszeit hat sich
von September 2010 bis September 2011 in Folge des weiteren Rückgangs der Kurzarbeit um 0,3 Prozent auf 39,1 Stunden erhöht.

Je nach Qualifikation schwanken die Verdienste jedoch erheblich. So betrug der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst der leitenden Angestellten (14,4 Prozent der Arbeitnehmer) 6147 EUR und lag damit deutlich über dem Durchschnitt aller vollzeitbeschäftigten
Arbeitnehmer. Für Spezialisten und Meister (27,3 Prozent der Arbeitnehmer) wurde mit durchschnittlich 3821 EUR ebenfalls ein überdurchschnittlicher Bruttomonatsverdienst ermittelt. Dagegen verdienten Facharbeiter mit monatlich 2754 EUR (42,8 Prozent der Arbeitnehmer), angelernte Arbeitnehmer mit 2117 EUR (11,3 Prozent der Arbeitnehmer) und ungelernten Arbeitnehmer mit 1815 EUR (4,2 Prozent der Arbeitnehmer) und damit mehr als die Hälfte aller Vollzeitbeschäftigten
merklich weniger als den Durchschnittsverdienst.

Teilzeitbeschäftigte verdienten im 3. Quartal 2011 durchschnittlich 1777 EUR brutto im Monat. Das sind 2,6 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, die teilweise aus einer Erhöhung der wöchentlichen Arbeitszeit um 1,1 Prozent auf 26,4 Stunden resultieren.


Bruttomonatsverdienst 3. Quartal 2011 einschließlich
Sonderzahlungen in Berlin in EUR

Vollzeit, Teilzeit, geringfügigbeschäftigte Arbeitnehmer
insgesamt 2774
Produzierendes Gewerbe 3486
Dienstleistungsbereich 2655

Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer
insgesamt 3423
Produzierendes Gewerbe 3703
Dienstleistungsbereich 3358

Männer 3671
Frauen 3071

Teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer
insgesamt 1777
Männer 1635
Frauen 1823




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