Jugend gegen Gewalt ist ein Erfolgsprojekt

unser-oderspree.de vom 27.06.2011 12:04
Fürstenwalde - Es herrschte tolle Stimmung in der Frankfurter Sporthalle Bergstraße, als die Rahnschülerin Laura Janik, die ersten sechs Teams in der Tabelle der „Fußballpokalserie Jugend gegen Gewalt – für gelebte Integration“ des Jahres 2010/2011 im Finale begrüßte. Es wurde ein harmonisches Turnier, denn schließlich wollte am Abend gegen 18 Uhr die Jubiläumsfeier zum 20-jährigen Bestehen des Projektes Jugend gegen Gewalt im Frankfurter IB beginnen. Kapitän und Student, Achmed Al Jabiri vom ausländischen Team „FC Bremer“ führte seine Mannschaft auch souverän ins Finale, aber hier scheiterten sie nach einem hochdramatischen Spiel gegen die „Frankfurter Kickers“ um Kapitän Matthias Beitge nur knapp.

Ob gewonnen oder nicht, zur Jubiläumsfeier begrüßte anschließend Vizevorstand Marco Schulz alle Gäste und Teilnehmer, vor allem aber die anwesenden Gründer des Projektes von 1991. Immerhin konnten sich neun von damals zwölf Schülern und ihr Lehrer Wilfried Bremer wiedersehen. Die weiteste Anreise hatten Grit Kowalski aus der Schweiz und Christian Siegert aus München.

Marco Schulz erinnerte an die Situation in Frankfurt (Oder) im Jahre 1991, als das Anwachsen der Fremdenfeindlichkeit und der Krawalle bei der Grenzöffnung nach Polen, einen traurigen Höhepunkt erreichte, dem sich Jugendgewalt in den Stadtvierteln und Schulen anschlossen. Schlägereien und gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen rechten und linken Schülergruppen am Leipziger Platz und an der Realschule sind der Auslöser, sich gegen die Gewalt zustellen und an der Realschule das Projekt Jugend gegen Gewalt zu gründen.

Im Ergebnis konnte die Gewalt aus der Schule heraus und im Wohngebiet zurückgedrängt werden. Mit spontanem Beifall wurde die Hip-Hop Gruppe „The Thruts“ für die eigens für Jugend gegen Gewalt getextete und komponierte Hymne „Antigewalt“ belohnt. Im Anschluss präsentierte Rahnlehrer und Projektleiter Wilfried Bremer die Entwicklung, aber auch die Erfolge des Projektes von 1991 bis heute Revue passieren. Ein Raunen ging durch den Saal als Herr Bremer mitteilte, dass bis heute fast 30.000 Kinder und Jugendliche aus Frankfurt/O, Fürstenwalde und weiteren 30 Städten und Gemeinden Ost Brandenburgs und Berlins, sowie aus Münster, Kiel, Hamburg und Stuttgart, in den zurückliegenden 20 Jahren im Projekt Jugend gegen Gewalt mitwirkten. Darüber hinaus gibt es eine Sektion der Initiative Jugend gegen Gewalt seit 1998 in Budapest und seit 2003 in Wejherowo bei Danzig mit über 1000 Schülern. Beifall gab es auch, als Initiator Bremer die Gründung des „ Aktionsbündnis- Jugend gegen Gewalt- Land Brandenburg „an den Rahn-Schulen Fürstenwalde erwähnte, auf die nationale und internationalen Erfolge der "Tochter" von Jugend gegen Gewalt verwies und die uneigennützige Unterstützung durch den Chef der Rahn Dittrich Group, Gotthard Dittrich, hervorhob. So konnte bei Bundeswettbewerben wie „Sterne des Sports“, „Aktive Bürgerschaft“, „Jugend schule Wirtschaft“, „Fair bring Mehr“, „Demokratisch Handeln“, u.v.m. insgesamt drei Bundessiege und weitere Platzierungen, aber auch mehrere Landessiege und kommunale Erfolge erreicht werden. Damit zählt das Projekt Jugend gegen Gewalt zu dem Deutschlandweit erfolgreichsten Projekten der letzten 10 Jahre.

Im Jahre 2009 konnte das Projekt den Integrationspreis der Bundesregierung „Respekt 2009“ gewinnen und Projektleiter Wilfried Bremer gemeinsam mit vier Schülern den Preis im Bundeskanzleramt in Berlin entgegennehmen. Bremer, stellvertretender Schulleiter und Projektleiter, wurde darüber hinaus in den letzten Jahren sowohl im Brandenburger Landtag, als auch bei Bundespräsident Horst Köhler und im Unternehmen der Rahn Dittrich Group mehrfach ausgezeichnet.

Zurzeit bringen sich über 1300 Kinder und Jugendliche im Projekt ein. Seit März 2011 bereiten sich außerdem über 60 Jugendliche gemeinsam mit Jugendlichen aus der polnischen Sektion Jugend gegen Gewalt sowie Jugendliche aus Litauen, Budapest und Madeira (Portugal) unter dem Motto:
„Jugend gegen Gewalt – eine Initiative für Europa“
darauf vor, die Projekterfahrungen der letzten 20 Jahre zusammenzufassen, aufzuarbeiten und Ableitungen zu treffen. Ziel ist es, neue internationale Partner gewinnen und Erfahrungen europäischer Integrationsarbeit sammeln und umsetzen. Im Verlauf des Abends wurden noch viele Entwicklungsetappen des Projekts diskutiert und Erinnerungen ausgetauscht. Schon in zwei Jahren soll das erste Ehemaligentreffen stattfinden. Das Organisationsbüro dafür wurde noch am gleichen Abend gebildet.



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Wilfried Bremer

Carolin Schmohl, Laura Janik, Angelique Striegler, Philip Arndt,
Schreibende Schüler Projekt Jugend gegen Gewalt



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