Martenstein - Der Tod wird zur besten Unterhaltung

minusberlin.de vom 19.11.2009 11:07
"Wenn sie Robert Enke im Sarg im Stadion aufbahren, wird es zu viel. Der tote Torwart wird zum Event. Das Spektakel zeigt, wie maßlos, wie distanzlos, wie gierig nach Emotionen und Abwechslungen aller Art wir sind." - wieder einmal trifft Martenstein den Nagel direkt auf den Kopf.

Ein wunderbarer Beitrag, gespickt mit Worten wie Spektakel, maßlos, distanzlos und gierig den jeder gelesen haben, und über den sich jeder Gedanken machen sollte.

Mein Fazit - sein Fazit: "Die bittere Pointe dieser Geschichte besteht darin, dass der Torwart Angst davor hatte, dass seine Krankheit öffentlich wird. Er wollte, dass niemand davon erfährt. Jetzt wissen es alle. [...] Aber wenn du deine Intimsphäre wahren möchtest, dann stirb besser nicht. Dann bleib besser am Leben."

http://www.tagesspiegel.de/sport/Fussball-Robert-Enke-Harald-Martenstein;art133,2949842



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