Die Slackline - Geschichte und Arten
slackliner-berlin.de vom 04.08.2009 12:56Entwickelt wurde das Slacklinen Anfang der 80er Jahre von Kletterern. An Ruhe- und Regentagen verbrachten sie ihre Zeit damit, auf Absperrketten und -tauen zu balancieren und legten so den Grundstein für das Slacklinen. Mit der Zeit wurden neue Materialien gesucht – und gefunden. So verwendeten sie ein einfaches Schlauchband zum Balancieren.
Im Laufe der letzten Jahre hat der “Trend auf dem schlaffen Band” auch außerhalb der Kletterszene zunehmend Gefallen gefunden und entwickelt sich zunehmend zu einer eigenständigen Sportart.
Arten
Lowlines – Die normale Slackline
Die Lowline ist wohl die gebräuchlichste Art der Slackline. Diese wird – wie der Name schon verrät – ungefähr auf Kniehöhe gespannt und ist entsprechend besonders anfängerfreundlich. Bei der Lowline muss man sich kaum Gedanken um Aufbau und Sicherung der Line machen, außerdem ist das Verletzungsrisiko bei günstigem Boden (wie Sand oder Gras) verhältnismäßig gering.
Beliebte Tricks und Übungen sind: Stehen, Gehen (vor- und rückwärts), Umdrehen, Aufstehen, Hinsetzen, Hinlegen, „Surfen“, Aufspringen, …
Longlines – der Reiz der Länge
Bei der Longline wird versucht eine möglichst lange Line von Fixpunkt zu Fixpunkt zu begehen. Hierbei treten mehrere Schwierigkeiten auf. Je länger die Line wird, desto ruhiger muss der Slackliner gehen. Eine stark schwingende Longline ist so gut wie nicht mehr zu kontrollieren. Durch die lange Strecke wird die Konzentrationsfähigkeit auf die Probe gestellt.
Außerdem muss eine Longline durch ihr Eigengewicht und die große Distanz relativ hoch gespannt werden, was zahlreiche Risiken und Gefahren birgt. Entsprechend sollten sich nur fortgeschrittene Slackliner auf einer Longline versuchen.
Rodeolines – Freestyle
Rodeolines werden nicht gespannt sondern hängen eher schlapp über dem Boden. Bedingt durch das Durchhängen ist das begehen einer Rodeoline deutlich schwieriger als das begehen einer normalen Line. Außerdem ist die Gefahrt zu stürzen stark erhöht. Rodeo-Anfänger sollten sich also nicht ohne Hilfe auf eine Rodeoline stellen.
Tricks auf der Rodeoline: Gehen, Drehen, Schwingen
Highlines – die Spannung der Höhe
Highlines werden in beliebigen Höhen angebracht. Angefangen bei einigen Metern bis hin zu einer Slackline zwischen zwei Bergspitzen in mehreren hundert Metern Höhe. Highlines müssen extrem gut gesichert sein, ebenso der Slackliner. Denn ein gefahrenloses Abspringen ist auf einer Highline nicht mehr möglich.
Waterlines – ein feuchtes Vergnügen
Die Waterline ist eine ganz normale Slackline, die über ein Gewässer gespannt wird. Das begehen einer Waterline ist deutlich schwieriger, da dem Slackliner Fixpunkte fehlen. Bei Flüssen spielt zusätzlich die Bewegung des Untergrunds eine entscheidende Rolle.
Der große Vorteil der Waterline ist die sichere Landung im Wasser, wodurch weitestgehends gefahrlos ausprobiert werden kann. So zum Beispiel Salti. Zu beachten ist die ausreichende Tiefe des Gewässers.
Jumplines
Eine Jumpline ist meist eine spezielle Slackline. Diese wird extrem fest gespannt und weist hervorragende Eigenschaften zum Springen auf. Geübte Personen können auf einer Jumpline zahlreiche Tricks. So zum Beispiel: 180° und 360° Drehungen, Rückwärtssalto und Vorwärtssalto mit Landung auf der Slackline.
Quelle dieses Beitrages: http://www.slackliner-berlin.de/2009/08/die-slackline/
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